Abeliten

Söhne Abels, ein dem Freimaurerorden nachgebildeter christlich – moralisch – philanthropischer Orden, gestiftet in Greifswald 1745. Der Orden hatte eigene Bildzeichen, Erkennungszeichen usw.. stand trotz alledem nach Gaedicke in keinem Zusammenhang mit der damaligen Freimaurerei.
Ein geheimer Orden, dessen Existenz im Jahre 1746 namhaft wurde.
Die Teilnehmer bestrebten sich, ihres Patrons, Abel’s, Tugenden der Aufrichtigkeit und Redlichkeit zu üben.
Dieser Orden hatte aller Versicherungen entgegen mit der Freimaurerei nichts gemein, mutmaßlich trotz alledem genauso geheime Worte, Zeichen, Bildzeichen und Aufnahmezeremonien.
Schon vor Christus existirte im Morgenlande eine Sekte, die sich Abeliten oder Abeloniten nannte.
In der Schrift „Der Abelit“, Leipzig, 1746 (8 u. 66 Seiten in 4., inbegriffen einem in Kupfer gest. Titelblatte, mit zwei Vignetten), wird Nachricht vom Abelsorden gegeben.
(Im „Große Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände“, von Joseph Meyer 1840, wird die Schrift als vom Orden überdies veröffentlicht bezeichnet.)
Das erhebliche Conversations-Lexicon für die gebildeten Stände, von Joseph Meyer 1840
Abeliten, Abelianer, Abelonier, gleichwohl Abelaner u. Abeloniter, hieß eine christliche Sekte des 4ten Jahrhunderts in dem Areal von Hippo, deren Teilnehmer ihren Namen von Abel, dem Sohne Adam´s entlehnten und, wie solcher getan haben soll, aller ehelichen Gemeinschaft entsagten, um Erbsünde nicht fortzupflanzen. Zur Erhaltung ihrer Gesellschaft nahmen sie fremde Kinder, je einen Knaben und ein Mädchen in ein Gebäude auf, und erzogen jene in ihren Grundsätzen. Ihr Ursprung läßt sich nicht bestimmt nachweisen, denkbar allerdings waren sie Abkömmlinge altgnostischer Enkratiten, die, wie die Sethiten den Seth, die Kainiten den Kain, als vermenschten Aeon den Abel verehrten. Zur Zeit Augustin’s († 430), dem wir die genauere Kenntnis der Sekte verdanken (De haeres. c 87), waren sie bereits verschwunden.

God Prefers Abel’s Sacrifice 1) Sacred-biblical history of the old and New Testament. two Hundred and forty images Ed. 3. St. Petersburg, 2) 1873. 3) Russia 4) Julius Schnorr von Carolsfeld