Agape

Liebesmahl, authentisch urchristlicher Kirchenbrauch, der nach dem Empfang des Sakramentes sämtliche Gläubigen, ohne Unterschied des Standes, zu einem gemeinsamen Mahl von esoterischer Bedeutung verbundene. Die katholische Kirche schaffte die A. im 7. Jahrhundert ab. Nur in getrennten christlichen Sekten, Baptisten, Methodisten usw., blieben sie in Übung. Gleichfalls die orthodoxen Juden wissen ein derartiges Liebesmahl, innerhalb welchem der Zaddik (der Wunderrabbiner) die Mahlzeiten mittels Berührung segnet. Künstlerisch verwertet ist die Idee der A. in „Parsifal“. In den Rosenkreuzergraden der Freimaurerei ist die A. als mystisches Liebesmahl erhalten geblieben, auf diese Weise in erster Regel im A. u. A. Schottischen Ritus. In der Johannismaurerei ist der Gedenke der A. erweitert im Brauche des Brudermahls, bezw. der Tafelloge. Diese nennt sich im Französischen überwiegend A.